MISSED OPPORTUNITY?
TEXT: Markus Lindblad - VapeGlobe
VERPASSTE CHANCE AUF SCHWEDEN-MODELL? WIE DEUTSCHLAND DAS RAUCHERPROBLEM NACH DER WAHL IN DEN GRIFF BEKOMMT
Jedes Jahr sterben in Deutschland 143.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Zigaretten haben damit den negativen Effekt einer permanenten, stillen Pandemie und fordern Jahr für Jahr wesentlich mehr Menschenleben als bekannte Infektionskrankheiten. Während Schweden mit seiner innovativen Schadensminderungspolitik und dem breiten Zugang zu rauchfreien und weniger schädlichen Nikotinprodukten zeigt, wie Leben gerettet werden können, verharrt Deutschland in veralteten Verboten. Dank seines pragmatischen Ansatzes hat Schweden die niedrigste Raucherquote in der EU erreicht. Deutschland hingegen verpasst bislang die Chance, eine ähnliche Strategie zu verfolgen – obwohl Millionen Raucherinnen und Rauchern damit eine risikoärmere Alternative geboten werden könnte. Mit der Bundestagswahl 2025 steht das Land vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Markus Lindblad, Deutschlandsprecher von Vapeglobe, erklärt, welche Wege die Parteien diesbezüglich einschlagen könnten. Er weiß, warum jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, sich für eine moderne Tabak- und Nikotinpolitik auszusprechen.
Laut dem Epidemiologischen Suchtsurvey 2021 rauchen etwa 23 Prozent der Erwachsenen in Deutschland. Die Notwendigkeit eines Kurswechsels könnte kaum drängender sein: Tabakkonsum ist für etwa 17,7 Prozent der Todesfälle bei Männern und neun Prozent bei Frauen verantwortlich. Markus Lindblad, Deutschlandsprecher des Onlinehändlers Vapeglobe, erklärt die aktuelle Situation mit den Milliardenkosten für das Gesundheitssystem als unhaltbar. Trotz zahlreicher Verbote und Aufklärungskampagnen bleibt die Raucherquote in Deutschland höher als in anderen europäischen Ländern. Jetzt bietet die bevorstehende Bundestagswahl eine einmalige Gelegenheit, die Weichen für eine moderne Tabakpolitik zu stellen. Eine Politik, die Leben rettet, langfristig die Gesundheitskosten senkt und die Lebensqualität von Millionen Menschen steigern kann. Die politischen Entscheidungen, die in den nächsten Monaten getroffen werden, könnten den Weg für eine umfassende Reform ebnen – oder eine wichtige Chance verstreichen lassen.
DIE POSITIONEN DER PARTEIEN
IM ÜBERBLICK
Während in Schweden klare politische Entscheidungen zur Schadensminderung getroffen wurden, bleiben die Positionen der deutschen Parteien zögerlich und teilweise widersprüchlich. Die CDU/CSU hat ihr Wahlprogramm bereits verabschiedet, jedoch weder E-Zigaretten noch Tabakwaren ausdrücklich thematisiert. Im Bereich der Sucht- und Präventionspolitik legt die Partei ihren Fokus auf die Stärkung von Polizeibehörden und Zoll, um gegen den wachsenden Schwarzmarkt vorzugehen. Die SPD spricht sich klar für eine Verschärfung der Regulierung von Tabak- und Nikotinprodukten aus. Der Bundesdrogenbeauftragte Burkhard Blienert (SPD) hat mehrfach Werbeverbote und Altersbeschränkungen für Vapes gefordert. Im Wahlprogramm wird betont, dass mehr Aufklärungsarbeit nötig ist. Die Grünen fordern ein Verbot von Aromastoffen in E-Zigaretten, ein Anliegen, das die Partei bereits mehrfach im Bundestag vorgebracht hat. Weiter erwähnen die Grünen das Konzept der Schadensminderung (Harm Reduction) im Zusammenhang mit ihrer Gesundheits- und Suchtpolitik. Dennoch bleibt fraglich, ob dieses Konzept tatsächlich auf Alternativen wie Vapes und Nikotinbeutel angewendet wird. Die Partei will außerdem Plattformbetreiber stärker in die Verantwortung nehmen, beispielsweise durch Produkthaftung und strengeren Jugendschutz im Online-Bereich. Die FDP betont die Bedeutung von Innovationen und spricht sich für eine differenzierte Regulierung von Nikotinerzeugnissen aus. Sie sieht in E-Zigaretten und Nikotinbeuteln eine Chance, um Rauchern den Umstieg auf weniger schädliche Möglichkeiten zu erleichtern. Bürokratieabbau und eine liberale Haltung gegenüber Verbraucherverantwortung stehen im Fokus der Partei. Die Linke fordert eine strengere Regulierung sowohl für Tabak als auch für Ersatzprodukte. Sie betont die gesundheitlichen Risiken von Nikotinerzeugnissen. Die AfD äußert sich bislang nicht konkret zu E-Zigaretten oder alternativen Angeboten.
WARUM SCHWEDEN EIN
VORBILD SEIN SOLLTE
Schweden ist Vorreiter in der Schadensminderungspolitik und zeigt, wie pragmatische Ansätze Leben retten können. Mit einer Raucherquote von unter fünf Prozent setzt das Land EU-weit Maßstäbe. „Dies liegt maßgeblich an der Verfügbarkeit von Alternativen wie rauchfreien Nikotinprodukten“, erklärt Lindblad. Auch hat der Zugang zu weniger schädlichen Optionen die Zahl der tabakbedingten Krankheiten in Schweden drastisch reduziert. Die Lebenserwartung gehört hier zu den höchsten in Europa, und die durch Tabakkonsum verursachten Todesfälle sind signifikant geringer als in anderen Ländern. Der Vapeglobesprecher fährt fort: „Schweden hat eine Steuerpolitik etabliert, die auf dem Schadenspotenzial von Konsumgütern basiert. Folgerichtig werden Zigaretten höher besteuert, während beispielsweise Vapes niedriger besteuert werden. Dies fördert den Wechsel von schädlicheren zu weniger schädlichen Produkten. Lindblad erklärt: „Über eine Million Schweden nutzen bereits Alternativen. Viele von ihnen haben dadurch erfolgreich auf Zigaretten verzichtet.“ Die gesellschaftliche Akzeptanz neuer Ersatzlösungen ist hoch, da die gesundheitlichen Vorteile klar kommuniziert werden.
DEUTSCHLAND BRAUCHT EINE “HARM-REDUCTION” POLITIK
Während Schweden die Vorteile von Schadensminderung im Zusammenhang mit Nikotin bereits nutzt, bleibt Deutschland in dieser Hinsicht zurück. Viele Parteien betonen die Bedeutung von Aufklärung und Prävention, stufen Ersatzprodukte wie E-Zigaretten oder Nikotinbeutel jedoch häufig falsch ein und erschweren damit deren Nutzung als weniger schädliche Option. Lindblad kritisiert die einseitige Fokussierung auf Verbote und stärkere Regulierungen: „Erwachsene sollten die Chance haben, auf weniger schädliche Artikel umzusteigen – das kann Leben retten. Die Verfügbarkeit solcher Ersatzprodukte ist eine große Chance für Raucher, die Zigaretten zu ersetzen.“ E-Zigaretten arbeiten nämlich ohne gesundheitsschädliche Verbrennungsprozesse. Schweden hat beispielsweise durch den Zugang zu attraktiven Ersatzmöglichkeiten die niedrigste Raucherquote in der EU erreicht. „Rund 3.400 Lebensjahre werden in Schweden jedes Jahr durch den Einsatz von alternativen Waren gerettet“, erklärt der Vapeglobe-Sprecher. Lindblad fordert eine harm-reduction-orientierte Politik, die auf die unterschiedlichen Schadenspotenziale der Produkte abzielt. Er schlägt eine Steuerpolitik vor, die Zigaretten höher und Vapes und Nikotinbeutel niedriger besteuert. Weiter betont er besonders: „Es ist wichtig und für mich selbstverständlich, dass es ein einheitliches Verbot des Verkaufs an Minderjährige sowie ein Mindestalter von 18 Jahren für alle Nikotinvarianten gibt.“ Lindblad betont, dass Vapes und Nikotinbeutel getrennt von Zigaretten diskutiert werden sollten, um falsche Vergleiche zu vermeiden. Er sagt abschließend: „Die Zeit nach der Bundestagswahl wird zeigen, welche Richtung Deutschland in der Tabak- und Nikotinpolitik einschlagen wird.“
MISSED OPPORTUNITY ON THE SWEDISH CONCEPT? HOW GERMANY IS GETTING THE SMOKING PROBLEM UNDER CONTROL AFTER THE ELECTION
Every year, 143,000 people die in Germany as a result of smoking. Cigarettes therefore have the negative effect of a permanent, silent pandemic and claim far more lives every year than known infectious diseases. While Sweden is showing how lives can be saved with its innovative harm reduction policy and broad access to smoke-free and less harmful nicotine products, Germany is stuck with outdated bans. Thanks to its pragmatic approach, Sweden has achieved the lowest smoking rate in the EU. Germany, on the other hand, has so far missed the opportunity to pursue a similar strategy - even though it could offer millions of smokers a lower-risk alternative. With the 2025 federal election, the country is facing a groundbreaking decision. Markus Lindblad, Germany spokesman for Vapeglobe, explains which paths the parties could take in this regard. He knows why now is the time to speak out in favor of a modern tobacco and nicotine policy.
According to the 2021 Epidemiological Addiction Survey, around 23 percent of adults in Germany smoke. The need for a change of course could hardly be more urgent: tobacco consumption is responsible for around 17.7 percent of deaths among men and nine percent among women. Markus Lindblad, Germany spokesman for the online retailer Vapeglobe, says the current situation, with billions in costs for the healthcare system, is unsustainable. Despite numerous bans and awareness campaigns, the smoking rate in Germany remains higher than in other European countries. Now the upcoming federal election offers a unique opportunity to set the course for a modern tobacco policy. A policy that saves lives, reduces healthcare costs in the long term and can improve the life quality of millions of people. The political decisions that are made in the next few months could pave the way for comprehensive reform - or let an important opportunity pass.
THE POSITIONS OF THE
PARTIES AT A GLANCE
While clear political decisions to mitigate damage have been made in Sweden, the positions of the German parties remain hesitant and partly contradictory. The CDU/CSU has already adopted its election manifesto, but has not explicitly addressed e-cigarettes or tobacco products. In the area of addiction and prevention policy, the party is focusing on strengthening police authorities and customs in order to combat the growing black market. The SPD is clearly in favor of tightening the regulation of tobacco and nicotine products. The Federal Drug Commissioner Burkhard Blienert (SPD) has repeatedly called for advertising bans and age restrictions for vapes. The election manifesto emphasizes that more educational work is needed. The Greens are calling for a ban on flavorings in e-cigarettes, a concern that the party has already raised several times in the Bundestag. The Die Grünen also mention the concept of harm reduction in connection with their health and addiction policy. However, it remains questionable whether this concept will actually be applied to alternatives such as vapes and nicotine pouches. The party also wants to make platform operators more accountable, for example through product liability and stricter youth protection in the online area. The FDP emphasizes the importance of innovations and advocates differentiated regulation of nicotine products. It sees e-cigarettes and nicotine pouches as an opportunity to make it easier for smokers to switch to less harmful options. The party‘s focus is on reducing bureaucracy and a liberal attitude towards consumer responsibility. The DIE LINKE is calling for stricter regulation for both tobacco and substitute products. They also stresses the health risks of nicotine products. The AfD has not yet made any specific statements on e-cigarettes or alternative offers.
WHY SWEDEN SHOULD
BE A ROLE MODEL
Sweden is a pioneer in harm reduction policy and shows how pragmatic approaches can save lives. With a smoking rate of less than five percent, the country sets standards across the EU. „This is largely due to the availability of alternatives such as smoke-free nicotine products,“ explains Lindblad. Access to less harmful options has also drastically reduced the number of tobacco-related diseases in Sweden. Life expectancy here is among the highest in Europe and deaths caused by tobacco consumption are significantly lower than in other countries. The Vapeglobe spokesperson continues: „Sweden has established a tax policy based on the harm potential of consumer goods. Consequently, cigarettes are taxed more heavily, while vapes, for example, are taxed less. This encourages the switch from more harmful to less harmful products. Lindblad explains: „Over a million Swedes already use alternatives. Many of them have successfully given up cigarettes as a result.“ Social acceptance of new replacement solutions is high because the health benefits are clearly communicated.
GERMANY NEEDS A
“HARM REDUCTION POLICY”
While Sweden is already taking advantage of the benefits of harm reduction related to nicotine, Germany is lagging behind in this regard. Many parties stress the importance of education and prevention, but often misclassify substitute products such as e-cigarettes or nicotine pouches, making their use as a less harmful option difficult. Lindblad criticizes the one-sided focus on bans and stricter regulations: „Adults should have the chance to switch to less harmful products - that can save lives. The availability of such substitute products is a great opportunity for smokers to replace cigarettes.“ E-cigarettes work without harmful combustion processes. Sweden, for example, has achieved the lowest smoking rate in the EU thanks to access to attractive substitute options. „Around 3,400 years of life are saved in Sweden every year through the use of alternative products,“ explains the Vapeglobe spokesman. Lindblad calls for a harm-reduction-oriented policy that targets the different harm potentials of the products. He proposes a tax policy that taxes cigarettes more heavily and vapes and nicotine pouches less. He further emphasizes: „It is important and for me self-evident that there is a uniform ban on sales to minors and a minimum age of 18 for all nicotine variants.“ Lindblad emphasizes that vapes and nicotine pouches should be discussed separately from cigarettes in order to avoid false comparisons. He concludes: „The time after the federal election will show which direction Germany will take in tobacco and nicotine policy.“
MARKUS LINDBLAD
Deutschland-Sprecher beim
Online-Händler VapeGlobe
ABOUT VAPEGLOBE
VapeGlobe is a company with Swedish roots and a global focus that ships from a warehouse in Halle/Germany. The aim is to promote the global change from smoking towards less harmful product alternatives.
VapeGlobe aims to offer affordable vapes with a wide range of options and fast delivery to interested consumers in Germany. The offering includes disposable vapes, vape pens and traditional devices that are reusable. In Germany, VapeGlobe sells e-cigarettes (max. 20 mg nicotine, but also nicotine-free) via an online shop. The target group is exclusively adult smokers who should be able to consume nicotine in a less harmful way.
VapeGlobe ist ein Unternehmen mit schwedischen Wurzeln und einer globalen Ausrichtung, das von einem Lager in Halle/Deutschland aus versendet. Das Ziel dabei ist, den globalen Wandel vom Rauchen hin zu weniger schädlichen Produktalternativen voranzutreiben.
VapeGlobe möchte interessierten Verbrauchern in Deutschland erschwingliche Vapes mit einer breiten Palette von Optionen und schneller Lieferung anbieten. Das Angebot umfasst Einweg-Vapes, Vape Pens und traditionelle Geräte, die wiederverwendbar sind. In Deutschland vertreibt VapeGlobe E-Zigaretten (max. 20mg Nikotin, aber auch nikotinfrei) über einen Webshop. Die Zielgruppe sind ausschließlich volljährige Raucher:innen, denen der Nikotinkonsum auf eine weniger schädliche Art und Weise ermöglicht werden soll.